• Winterliches Ambiente

    Dreitausend Läuferinnen und Läufer im Chlaus-Outfit machten die erstmalige Durchführung des Santarun in Bern zum Happening. Temperaturen um den Gefrierpunkt vermochten dem Plauschlauf ohne Zeitmessung nichts anzuhaben.

    Der Startschuss zur Samichlaus - Zeit ist gefallen: 3000 Läuferinnen und Läufer im Chlaus - Outfit ver- wandelten am Freitagabend den Bundesplatz in ein rotweisses Meer. Dort, wo sonst Staatsempfänge und politische Kundgebungen stattfinden, feierte der Santarun eine äusserst stimmungsvolle Premiere. Das Festgelände mit Start und Ziel erhielt damit im Herzen Berns einen würdevollen Rahmen.

    Die Nachfrage nach Startplätzen am Plauschlauf über 2,6 oder 5,2 km durch die Altstadt war gross. Bereits Anfang der Woche war die aus Sicherheitsgründen bei 3000 festgelegte Teilnehmerobergrenze erreicht. OK-Chef Markus Ryffel sagt: “Das grosse Interesse hat die Erwartungen klar übertroffen.” Und als ob Petrus ebenfalls ein Chlaus wäre, hatte er für entsprechendes Wetter gesorgt: Der Event fand in winterlich verzuckertem und vorweihnächtlichem Ambiente statt, ein wärmender Punsch unterwegs und ein Raclette am Ende halfen gegen die Kälte, und die Lichterketten liessen die vielen hundert Kinderaugen leuchten. Der Santarun scheint nach dem Schweizer Frauenlauf einer der weiblichsten Läufe des Landes zu werden. Zwei Drittel der Gemeldeten waren Mädchen und Frauen.

    Mit Alec von Graffenried stand nicht nur der höchste Berner am Start, der Stadtpräsident und passionierte Läufer selber war es gewesen, der sich als Botschafter für die Veranstaltung und damit für mehr Bewegung und Breitensport in Bern eingesetzt hatte. Nach dem gemeinsamen Lauf mit Olympiasilbergewinner Ryffel sagte er: “Ich wusste, dass es so viele sein werden, aber dass die Stadt pumpenvoll ist, wusste ich nicht. Man muss ein bisschen crazy sein, und das wollten jetzt offenbar viele“.

    Für einmal stand nicht die Leistung, sondern das Erlebnis mit Freunden und Familie im Vordergrund. Sieger gab es am Lauf ohne Zeitmessung dennoch: Der Veranstalter überweist eine Million Rappen aus Startgeldern und Getränkeerlösen an “Jeder Rappen zählt”, die Spendenaktion von SRF 3, SRF zwei und der Glückskette. Zudem wurden von Projektleiter Luc Loosli und Eventmanager Stephan Ryffel das originellste Versli, das motivierendste Plakat und die schönsten Socken ausgezeichnet.

    Die Bilanz der Premiere, die nach der Lauf- noch eine Tanzparty bot, formulierte Markus Ryffel so: “Die Freude in den Gesichtern drückte alles aus. Deshalb wird es am 30. November 2018 heissen: Still new, still fun, again Santarun.”